01 March 2017    
 
 
 
 
 
    Fall REWE
        2013-04-22 an REWE
        2013-04-22 an Maier GmbH
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   Saubere HändeGelöste FälleFälle 2013Fall REWE
Druckansicht generelle Unschuldsvermutung

Seitens der Konsumenten gibt es immer öfter Zweifel bezüglich der BIO-Marken. Oft stellt sich die Frage ob es nicht nur Etikettenschwindel ist um Preise in die Höhe zu treiben.



Ein interessantes konkretes Beispiel kursiert zur Zeit im FB und ist Anlass genug um dokumentiert zu werden.

Das Produktionsjahr und die Partienummer dient normalerweise zur Identifikation, in diesem Fall dürfte es sich um den gleichen Inhalt handeln.

 

Eine Erklärung von REWE  -  Opens external link in new windowQuelle:

Grundsätzlich sind im biologischen Anbau von Obst und Gemüse chemisch-synthetische Spritzmittel und künstliche Dünger verboten. Diese Art der Landwirtschaft setzt demnach eine weitaus arbeits- und zeitintensivere Bewirtschaftung voraus als die konventionellen Variante. Das beginnt bei der Schädlingsbekämpfung und endet bei der Verarbeitung der Produkte. Ernteerträge aus biologischer Landwirtschaft sind geringer und das Ausfallrisiko ganzer Saatguternten ist um ein Vielfaches höher. Dazu kommt, dass bei einem Großteil der Bio-Betriebe mit weitaus weniger Technik und Fläche gearbeitet werden kann, viel Handarbeit und mehrere Arbeitsschritte sind gefordert. All das schlägt sich natürlich massiv auf die Produktionskosten nieder und macht Bio-Saatgut teurer als konventionelles.

Welcher Aufwand in der Produktgruppe „Obst & Gemüse“ liegt, lest Ihr HIER. 

Wir beziehen unser Bio-zertifiziertes Saatgut von der Firma Samenmaier. Das Saatgut wird von Mutterpflanzen gewonnen, die natürlich auch schon in biologischer Landwirtschaft angebaut wurden. Die Lieferung der Ja! Natürlich Samen in die Einkaufs-Regale erfolgt nach einem aufwendigen Testverfahren – und geht übrigens weit über die gesetzliche Bio-Verordnung hinaus: Die von den sogenannten Vermehrern gezogenen Samen werden bei Samenmaier zunächst gereinigt und kommen ins Sperrlager. Aus jeder einzelnen Charge wird eine Probe gezogen und an die LVA Lebensmittelversuchsanstalt oder an B.I.S.Analytics in Linz geschickt, um Rückstände von Pestiziden auszuschließen. Das Ergebnis muss hier 0,0% Rückstände betragen. Eine Bio-Zertifizierung allein genügt uns nicht. Deshalb verlangen wir diese zusätzliche Produktprüfung, die europaweit einzigartig ist. Das bedeutet: Das Bio-Saatgut wird behandelt wie Lebensmittel und ist nach der Prüfung IFS-zertifiziert. Die einwandfreien Samen werden anschließend nach Freigabe in einer von konventioneller Ware streng abgetrennten eigenen Abfüllanlage in Keimschutzbeuteln abgefüllt. Alle unsere Bio-Samen sind samenfest – das bedeutet, sie können von den KonsumentInnen selbst weiter vermehrt werden. Theoretisch kann sich jeder mit einer einzigen Packung Bio-Petersilie – im Unterschied zu vielen konventionellen Hybridsamen – in Eigenanbau ein Leben lang selbst versorgen. Und das für € 2,99.

Herr Mag. Johann Huber von Samenmaier steht gerne unter johann.huber(at)samen-maier(dot)at jederzeit für nähere Informationen zu Qualitätsmanagement und Bio-Saatgut-Standards zur Verfügung. Informationen zu den Zertifizierungen findet Ihr zum Download HIER.http://www.samen-maier.at/qualitaet/bio-ifs-2/

Die grundlegend unterschiedlichen Produktionsarten von Bio und Nicht-Bio rechtfertigen den Preisunterschied. Übrigens: Wir freuen uns natürlich, wenn diese Informationen in gleichem Engagement und hoher Frequenz wie das ursprüngliche Posting von Reingard Stössl auf der Billa-Facebook-Seite geshared und geliked werden!

 


Eine Selbstdarstellung des Saatgutlieferanten Maier - Opens external link in new windowQuelle:

 

Wir informieren unsere Kunden

Bio ist ökologisch, nachhaltig und fair. Der Markt für biologische Lebensmittel wächst jährlich und demzufolge geht der Bio-Boom auch am Bio-Saatgut nicht vorbei.

Mit dieser Kundeninformation wollen Bio-Saatgut-Vermehrer und Bio-Saatgut-Abfüller bewusst keine Werbung machen sondern ausschließlich die Stärken des Bio-Saatgutes hervorheben und neutrale Informationen an die Konsumenten weitergeben.

Stärken des Bio-Saatgutes (Bio-Saatgut auf höchstem Niveau)

1.) Die Herkunft ist die Zukunft – 100% ige Transparenz

Um den Erwartungshaltungen unserer Bio-Kunden/innen gerecht zu werden hat jeder Bio-Kunde das Recht sich vor Ort und in einem persönlichen Gespräch sowohl beim Bio-Vermehrer als auch beim Bio-Abfüllbetrieb ein Bild davon zu machen ob die Realität auch seinen Vorstellungen entspricht. Alle an dem Prozess beteiligten Personen freuen sich über einen Besuch.

 

2.) Bio-Zertifkate alleine reichen nicht

Auf keinen Fall dürfen Qualitätsmanagement und Sicherheitsstandards bei den gesetzlichen Vorgaben enden und geben nach unserem Bio-Verständnis noch keine Produktsicherheit. Entsprechend den Bestimmungen der EU Bio-Verordnungen nehmen wir unsere Sorgfaltspflicht sehr ernst und haben zusätzlich zur gesetzlichen Prozessprüfung bzw. Eigenkontrolle auch noch eine freiwillige Produktprüfung hinsichtlich eventueller Rückstände von jeder Charge installiert. Höchstes persönliches Engagement der Bio-Saatgutvermehrer gekoppelt mit den gesetzlichen Anforderungen und die freiwillige Produktprüfung von unabhängigen Labors (Prüfmethode Kombi-Methode: GC-MS und LC-MS/MS ASU L 00.00-115 QuEChERS) entsprechen somit den höchsten Qualitätsansprüchen und gewähren damit unseren Kunden Sicherheit und Vertrauen, dass unser Bio-Saatgut den Bio-Bestimmungen mehr als entspricht. Jeder Bio-Kunde hat das Recht Einblick auf die Prüfergebnisse zu nehmen.

 

3.) Enge Zusammenarbeit mit den Bio-Kontrollstellen

Der Bio-Saatgut-Vermehrer wirtschaftet unter keiner Schutzglocke sondern in einer Umwelt in der Verunreinigungen leider allgegenwärtig sind. Deshalb können Rückstände im Spurenbereich nicht 100%ig ausgeschlossen werden, obwohl der Bio-Saatgut-Vermehrer keinerlei chemischsynthetische Pflanzenschutzmittel verwendet. Sämtliche Rückstände auch jene im Spurenbereich werden unverzüglich der Bio-Kontrollstelle gemeldet was zur Folge hat, dass die Charge gesperrt und nach den Ursachen geforscht wird. Eine Freigabe durch die Bio-Kontrollstelle erfolgt nur dann, wenn die festgestellte Verunreinigung zufällig und unvermeidbar war.

 

4.) Sortiment besteht ausschließlich aus samenfesten Sorten

Unser biologisches Verständnis geht davon aus, dass ausschließlich samenfeste Sorten in das Sortiment aufgenommen werden. Samenfeste Sorten haben die Eigenschaft, dass auch in nächster Generation wieder Nachkommen mit ähnlichen Ertragsleistungen und vergleichbaren Eigenschaften gezogen werden können. Das robuste Saatgut passt sich an verschiedenste Standorte an.

 

5.) Reinheit und Keimfähigkeit

Alle Bio-Saatgutvermehrer haben sich zum Ziel gesetzt die gesetzliche Keimfähigkeit und Reinheit nicht nur zu erreichen sondern zu übertreffen. Es wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Qualitätsparameter von Ernte zu Ernte je nach Wetterlage unterschiedlich sind und immer sein werden.

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