24 October 2017    
 
 
 
 
 
    Diverses
    Fälle BMEIA
    Fall BMF
    Fall BMI
    Fall BMJ
    Fall BUWOG
    Fall Faymann
    Fall FMA
        Pressemeldungen etc.
        wer ist at.home?
        Bauausführend DYWIDAG
        2010 BI - Semmelweis
        2013-07 Gepp Blogg
        2014-10-16 an BGM
        2014-10-16 an Chen
        2014-10-18 an Kneurer
        2014-10-23 an Häupl
    Fall WU
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   Saubere HändeWo passiert was? AUA - Ausserparlamentarischer BürgeruntersuchungssausschussFall Hockegasse
Druckansicht generelle Unschuldsvermutung

 

 


 

Generell ist zu sagen, dass rund um das Semmelweisgelände absolut nicht mit offenen Karten gespielt wurde und nach wie vor wird.

Auf Grund von Nachforschungen findet man einige vereinzelte unterschiedlichste Aktionen, ein gemeinsames größeres Vorgehen scheint aber nicht stattgefunden zu haben.

Die Geschichte rund um das Semmelweis-Areal beginnt wie in vielen Fällen mit einer mehr oder weniger heimlichen Umwidmung von Grundstücken in Bauland, die den Bürgern nicht kommuniziert wurde.

2010 wurde eine Opens internal link in current windowBürgerinitiative ins Leben gerufen die sich leider erfolglos um den Erhalt des Areals bemühte. Die Reichweite war äusserst begrenzt, nur wenige Menschen haben von dem Projekt gehört. Es passt ganz gut ins Bild dass man mit Informationen extrem sparsam umgegangen ist, denn es wäre sicher massivster Widerstand zu erwarten gewesen, wären die Menschen aufmerksam gewesen.

 

Opens external link in new window05.07.2012 gibt es eine Nebelgranate: 
Zitat Elisaeth Holzer: "Die Semmelweis-Klinik ist ein gutes Beispiel, wie für ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Hilfe von Investoren eine attraktive  Lösung gefunden werden kann, das die Steuerzahlerinnen nicht belastet und das Areal für die BürgerInnen zugänglich erhält."


Als nächsten Schritt findet man einen Opens internal link in current windowArtikel des Falter-Journalisten Joseph Gepp der im Juli 2013 über undurchsichtige Verkäufe von Grundstücken ohne Vergabeprozessen berichtet.

Für das Semmelweis-Areal fällt auf, dass die Grundstücke um 717€/m2 verkauft wurden obwohl die ortsüblichen Preise inzwischen deutlich über 3.000€/m2 liegen.

 

Opens internal link in current window13.10.2014 Nächste Nebelgranate:
Zitat Marcel Kneuer: "Natürlich ist die Situation im Bereich Hockepark nicht gut. Wir hatten (als Bezirksgrüne) bis Freitag die Information, dass nur ein Baum gefällt werden muss. Erst auf Rückfrage haben wir erfahren, dass einige weitere Bäume zu nahe an der Grundstücksgrenze stehen und daher auch umgeschnitten werden müssen."

 

Bis zum Oktober 2014 erfolgten immer wieder kleine Vorbereitungsschritte um dann am 10.10.2014 das Projekt mit vollem Tempo zu Starten.

Gleich zu Beginn ignorierte man den Bescheid mit der Baustellenzufahrt in dem man Groß-LKW's einfach an einem Kriseninterventionszentrum der MA11 vorbeiführt. Hier sind die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft untergebracht über die man einfach drüber fahren kann.


Es klingt einfach ironisch wenn die Opens internal link in current windowGewerkschaft Bau & Holz bzw. ein privater Immobilienfonds ( Vorstand Dr. Hampel, ehemaliger General der Bank Austria) auf den Semmelweisgründen laut Projektbeschreibung 49 Luxuswohnungen errichten. Die Organisationen sind dem engen Umfeld der SPÖ zuzuordnen.



Mehr als einen Monat später gibt es nicht mal die üblichen vorgeschriebenen Projektinformationen öffentlich angebracht, keine Informationen an Bewohner von denen die meisten das Pech haben keine Eigentümer zu sein und damit einfach übergangen werden können.

Für den 21.10.2014 haben betroffene Kinder, denen man weder in der Schule noch in den Hortbetreuungsstätten was mittgeteilt hatte, einen gut besuchte Protest organisiert.

 


 

Die Untere Hockegasse begrenzt das Semmelweis-Spitalsareal im Norden. Über die zukünftige Verwendung des Areals wird natürlich schon lange spekuliert  -  eine aktive Einbindung von betroffenen Anrainern gibt es nicht   -   rechtlich gesehen haben nur Eigentümer Parteistellung   -   alle anderen ohne Information darauf warten was passiert und  dürfen nur zusehen.

Man darf dieses Projekt als Paradebeispiel für das Gegenteil einer "bürgernahe freundlichen Stadtregierung" sehen denn im Hintergrund sind unterschiedlichste Interessen wichtiger als die Meinungen von Betroffenen.

Weiterführende Informationen in der Presse und Internet:

http://www.aktion21.at/index.html?menu=145&id=1748&output=printer

http://www.meinbezirk.at/wien-18-waehring/politik/keine-gefahr-fuer-den-spielplatz-hockegasse-d719680.html

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140410_OTS0114/fp-guggenbichler-unsinnige-verkehrsloesung-fuer-geplanten-kindergarten-semmelweis-klinik

https://secure.avaaz.org/de/petition/Bezirksvorsteher_Karl_Homole_Gegen_eine_Zufahrt_ueber_den_Hockepark_1/?pv=8

http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/KUR/20120524/ausverkauf-im-spitalsareal-beginnt/0750850820730690820952012%2005241716010135.html


Bürgermeister Dr. Michael Häupl  ( seit 2001 )

 Daten aus dem öffentlichen Flächenmidmungsplan Wien

 

Es stellt sich die Frage wie es dazu kommen konnte, dass die Fa. "at.home" über dieses Grundstück verfügt und damit einen ordentlichen Teil des Hockeparks zerstören kann.

Es stellt sich auch die Frage wie es dazu kommen konnte, dass man das Semmelweis-Areal mehr und mehr zerstört und damit ein schönes Stück der Grünen Lunge der Stadt Wien zerstört. Die zur Verfügung stehenden Informationen sind zur Zeit noch etwas wage.

 

 


18.10.2014 Diese Aufnahme konnte in den Bezirksblättern gefunden werden:


Dieser Plan ist unseres Wissens nach keinem Anrainer bekannt, der nicht auch Eigentümer ist  -  und das ist bei dem Großteil der hier lebenden Menschen so. Es scheint aber so zu sein, dass selbst Eigentümer rund um den Hockepark nur sehr spärlich mit Informationen versorgt wurden.

Unter der Annahme, dass das Foto den echten Plan zeigt, wird es völlig klar, dass die beiden nördlichsten Blöcke nur gebaut werden können, wenn ein Teil des umzäunten Geländes welches für die Menschen der Hockepark ist, in seiner ursprünglichen Form zerstört wird.

Die Gebäude sind laut Flächenwidmungsplan W II ogk  =  offene oder gekuppelte Bauweise  - Gebäudehöhe 2,5 - 12m. Die nördlich des Hockeparks liegenden Gebäude haben die gleiche Bauklasse also darf man davon ausgehen dass die neuen Gebäude mindestens so hoch sind.
 

Der Überrest des Hockparks wird offenbar nur mehr ein schmales Band sein dass im wesentlichen im Schatten der neuen Gebäude liegen wird und damit total seinen grünen sonnigen Charakter verlieren.

Man hat offensichtlich das Grundstück 15/3 EZ 1233 geopfert, um mit den beiden nordlichsten Gebäuden auf den Grundstück 10/3 EZ 1235 ganz nah an das Parkgelände heranrücken zu können.

Das Grundstück 15/3 EZ 1233 wurde daher logischerweise nicht als Park deklariert um die maximale Ausnützung des Grundstücks 10/3 EZ1235 zu sichern, man hat damit 2 zusätzliche Gebäude gewonnen und den Park bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Was bedeutet das in Zahlen (grobe Schätzung)?

2 Gebäude mehr  =  8 Wohnungen mehr.

1 Wohnung 300.000 - 500.000€   =   bis zu 4.000.000€ zusätzliche Einnahmen die man erwirtschaften kann da das Grundstück 15/3 EZ 1233 schon gezielt nicht als Park deklariert und geopfert wurde.

Es ist jedenfalls fraglich, ob für die Stadt-Wien entsprechende Einnahmen erzielt worden sind? Es stellt sich auch die Frage wie man, wen auch immer, dazu gebracht hat das Grundstück an at.home zu übertragen.


 

2007 hat man laut Bezirksrat und Klubobman der Grünen-Währing, Marcel Kneurer mit der Widmung der Fläche das ganze Übel eingeleitet. Damit ist ganz klar BGM Dr. Häupl als oberster Verantwortlicher zu sehen, der für diese Zerstörung verantwortlich ist.

 

Die Liegenschaft ging an Opens internal link in current windowat.home, eine 100% Tochterfirma von "Schöner Wohnen" einem Bauträger an dem SPÖ-nahe Institutionen einen beträchtlichen Anteil besitzt. Zu dieser Transaktion ist bisher wenig bekannt, man spricht davon, dass das Grundstück sehr günstig veräußert worden sein soll.

Im Originalton von Mag. Wiesinger, dem Geschäftsführer von at.home, liest sich das laut Bezirksblätter Wien so:  "ein Vorwurf der Bürgerinitiative – meint man bei "at home", das sei ein Rechenfehler. "Wir können nur von der bebaubaren Fläche ausgehen, weil das Grundstück nur zu 25 Prozent bebaut werden darf. Dafür ist der Preis angemessen", erklärt Wiesinger."


Mag. Wiesinger hat aber auch folgendes gesagt: ""Es besteht keine Gefahr für den Hockepark und es ist auch nicht angedacht, hier die Bäume zu fällen", versichert Wiesinger."

Der 10.10.2014 und die folgenden Tage zeigt was von der zweiten Aussage zu halten ist, warum sollte dann die erste wahr sein?

 

 

Bei diesen Schildern die rund um den Hockepark angebracht waren fällt auf, das weder der Verfasser oder die Verantwortlichen genannt sind  -  noch irgendwelche Kontaktdaten genannt waren. Das es sich um einen viel genutzten Schulweg handelt war völlig egal, ob Eltern davon erfahren ebenfalls. Weder Leitung der Volkschule Scheibenbergstraße noch die Leitung des Horts an der Scheibenbergstraße war informiert worden noch die Eltern der Kinder. Bei den "durchzuführenden Arbeiten" handelte es sich um die Zerstörung des Parks, massive Rodungen und die Errichtung eines Bauzaunes mittem im Hockepark. Damit sind die Aussagen von Mag. Wiesinger ganz klar als gezielt gesteuerte Täuschung enttarnt.





 

Sie sind nicht allein - Profis helfen! Copyright © 2009
>