22 October 2017    
 
 
 
 
 
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   Saubere HändeWo passiert was? ImmobilienFall Wohlmetzberger2008-12-16 Machenschaften von Wohlmetzberger I
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Master Manfred Wohlmetzberger

Zu den Machenschaften des Oberkommandierenden der Liegenschaften der Niederösterreichischen VerUNsicherung. Teil 1

von Franz Schandl, 16. Dezember 2008

 

Was sagt die PR? “Unsere Zukunft wird entscheidend bestimmt durch unsere MitarbeiterInnen: ein starkes Team gut ausgebildeter und kooperativer Menschen mit Verständnis für die Ziele unseres Unternehmens”, heißt es auf der Website der Niederösterreichischen unter Opens external link in new windowhttp://noevers.at/NoevNet/DasUnternehmen/UeberUns/Philosophie.htm

 

Pech nur, dass wir von den kooperativen Menschen nichts, von den Unternehmenszielen aber alles zu spüren bekommen. Fasst man die Erfahrungsberichte und Erzählungen aus den Wiener Häusern der Niederösterreichischen VerUNsicherung zusammen, dann hat man das Gefühl, dass zwischen Besitzer und Besatzer kaum noch ein Unterschied gemacht werden kann. Als letztere treten die Niederösterreichische und der Oberkommandierende ihrer Liegenschaften in Erscheinung. Auch die Übernahme der Margaretenstraße 71-73 glich so einem Einmarsch.

 

Dieses System hat einen Namen: Manfred Wohlmetzberger aus Oberwölbling. Der akademische Immobilien- und Liegenschaftsmanager, ein Master of advanced studies (MAS), ist Geschäftsführer der NV Immobilien, die zum Reich der Niederösterreichischen VerUNsicherung gehört.

 

Master Wohlmetzberger, Jg. 1968, ist einer, der, zumindest was die Mieter betrifft, fast ausschließlich in den Kategorie des Befehlens zu verfahren pflegt. Stets werden jene vor vollendete Tatsachen gestellt. “Kommunizieren meint kommandieren”, so lautet §1 der Oberwölblinger Notverordnung (OWNV). Wolmetzberger tut, was er möchte, und springt mit den Leuten um, wie es ihm beliebt. Da kann es schon mal vorkommen, dass er ungefragt durch eine offene Wohnungstür stürmt und die Anwesenden lautstark ermahnt. Und das ist freundlich ausgedrückt. Nicht wenige fühlten sich hier angeschnauzt und bevormundet, ignoriert und drangsaliert. Das scheint seine Geschäftspraxis zu sein.

 

Dafür erzählt er gerne Geschichten, die mehr an tiefösterreichisches Jägerlatein denn an Wirklichkeiten erinnern. So verdächtigt er mich ernsthaft, die Fotos vom Vogelkäfig auf unserer Homepage nachbearbeitet zu haben (Brief vom 5. Dezember, Original bei mir), oder er erfindet schon mal Märchen, etwa jenes, wo ich mich mit dem Vogelnetz abgefunden und nur an einem ordentlichen Mietabschlag Interesse gehabt haben soll.

 

Dass Master Wohlmetzberger bestimmte Mieter los sein will, kann man ja noch in seiner wie ihrer marktwirtschaftlichen Rationalität nachvollziehen, dass er aber wegen der Differenz von immensen 300 Euro behaupteter Außenstände gleich den Exekutor schicken lässt, um imaginierte Exekutionstitel a priori zu sichern, ist als reine Schikane zu bewerten. Derlei will nichts anderes demonstrieren, als dass der Exponent niederösterreichischer Allmachtsphantasie hier der Herr ist. Freilich lässt diese Konzentration unentwegter Bosheiten doch darauf schließen, dass feudale Allüren zum Geschäftsgebaren der VerUNsicherung dazugehören, ja ihren innersten Kern ausmachen.

 

Master Wohlmetzberger jedenfalls lebt in einer Parallelwelt, d. h. er denkt sich das Universum so, wie es ihm und seiner VerUNsicherung ökonomisch nützlich sein könnte. Was seinen schrägen Interpretationen zuwiderläuft, verdrängt er. Dass das Vogelnetz weg muss, war etwa bei der vom Wiener Kinderanwalt Dr. Anton Schmid angeregten Beschau am 2. Dezember eigentlich allen Beteiligten klar. Auch Wohlmetzberger selbst, für den das Gespräch alles andere als erfolgreich verlaufen war, hinterließ diesen Eindruck. Doch wenn das Ergebnis nicht passt, wird es weggezaubert, etwa indem man die Aussage einer Hausbewohnerin völlig willkürlich uminterpretiert. Indes hat die vereinnahmte Person das aber in der Zwischenzeit schriftlich klargestellt (siehe auch mein Schreiben an Dir. Wohlmetzberger vom 15. 12).

 

Zurück rudern vor dem Abgrund, das ist seine Sache nicht. Prompt schickte er uns einige Tage nach der Beschau einen Beharrungsbeschluss den Vogelkäfig betreffend und gleichen Tags noch eine Kündigungsandrohung. Selbstverständlich rechnen wir mit einer Räumungsklage. Miete abziehen wegen Vogelkäfig, das geht doch nicht, meint er. Gespannt sind wir allerdings schon, ob ihm als Mastermind der Pseudokündigung auch sonst noch irgendein Rechtstitel einfällt, etwa die nur in den Oberwölblinger Notverordnungen enthaltenen Majestätsbeleidigung oder Masterverarschung (§52 und 53 der OWNV)…

 

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