23 April 2017    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   Saubere HändeWo passiert was? Fall Jost Mayer
Druckansicht generelle Unschuldsvermutung

Die Aussage eines 10-Jährigen Mädchens hat das Leben von Jost Mayer* zerstört. Opens external link in new windowEingesperrt in Stammheim (wie die RAF-Terroristen), nach 76 gibt es erst einen Haftprüfungstermin, Jost Mayer Tagen frei gelassen.

"Ich hatte gleich das Gefühl: Wenn es um ein Sexualdelikt geht, versuchen die Ermittler nicht, einem die Schuld nachzuweisen, sondern sie gehen von der Schuld aus", sagt Mayer und schüttelt ungläubig den Kopf. Er habe sich in die Enge getrieben gefühlt: Nicht die anderen mussten seine Schuld nachweisen. Nein, er sollte offenbar seine Unschuld beweisen."

Brisante Details:

  • das Mädchen hat angeblich einen IQ von 51 und erzählt die angebliche Verwaltung im Stil der TV-Gerichtsshows
  • Hinweise auf Widersprüche werden zuerst ignoriert

Das Ergebnis:

  • alle plädieren am Ende für Freispruch (auch die Staatsanwältin, gegnerischer Anwalt)
  • 25 € pro Gefängnistag als Schadensersatz (Mindestlohn ist höher)
  • 1100 € um den Anwalt zu bezahlen, das deckt nicht einmal die Hälfte der Kosten
  • Mayers Geschäft erholt sich von der Schließung nicht mehr, die Kunden bleiben aus, die knapp 7-Zeilige Meldung über seine Freilassung interessiert keinen. 

 

* Name geändert

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