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Quelle Opens external link in new windowORF

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Asyl: Diakonie nimmt Politik in die Pflicht

Die Asylwerber im "Kirchenasyl" in der Wiener Votivkirche finden Unterstützung durch eine Plattform gelebter Ökumene: beim römisch-katholischen Hausherrn ebenso wie bei der evangelisch-lutherischen Kirche beziehungsweise deren Sozialwerk Diakonie und den evangelischen Johannitern. Der Direktor der Diakonie, Pfarrer Michael Chalupka, spricht über die Lage der Asylwerber.

Politiker sollen mit den Asylwerbern sprechen

Der Direktor der Diakonie, Pfarrer Michael Chalupka, war selbst mehrmals Kontaktperson der Asylsuchenden in der Votivkirche. Die Asylsuchenden würden zwar für die Hilfe danken, wie Chalupka aus eigener Erfahrung weiß, doch sie würden gerne mit den Verantwortungsträgern im Asylbereich sprechen. Die Diakonie könne nur die humanitäre Hilfe vor Ort leisten, solche Gespräche aber nicht ersetzen. Für Chalupka ist es ein Verzweiflungsschrei, wenn Menschen in Hungerstreik treten. "Das ist immer eines der letzten Mittel, das nie gutzuheißen ist, aber zeigt, wie verzweifelt diese Menschen sind", sagt Chalupka.

Der Direktor der Diakonie ist für direkte Gespräche der Politiker mit den Menschen vor Ort. Er könne verstehen, warum die Politiker sich nicht auf Gespräche mit diesen Menschen einlassen würden: "Wenn man mit ihnen redet, kann man danach vielleicht weniger politische Härte an den Tag legen, weil es einen sicher persönlich bewegt."

"Leise Diplomatie" blieb ungehört

Die Argumente, warum es nie zu direkten Gesprächen von Politikern mit Asylwerbern kommt, kenne Chalupka gut."Es wird immer argumentiert, dass man mit Aktivisten nicht verhandelt, sich nicht erpressen lässt. Es ist nur auf der anderen Seite so: Wir haben im Sommer ein Papier vorgelegt zur Verbesserung der Grundversorgung, zum Zugang zum Arbeitsmarkt. Haben also auf die ganz leise Diplomatie gesetzt – und da gibt es keine Antworten", erzählt Chalupka. Er verweist auch auf den Menschenrechtsbeirat, der seit Jahren Verbesserungen fordern würde.

Verbesserungen im Asylbereich gefordert

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat in Ö1 gesagt, dass es nirgendwo in Europa Asylwerbenden so gut gehe wie in Österreich. Trotzdem sieht Chalupka Verbesserungsbedarf: "Es gibt einiges, was verbesserungswürdig ist: der Zugang zum Arbeitsmarkt, die Qualität der Grundversorgung und der Zugang zur Bildung. Über diese Themen sollte man sprechen."

Die Räumung des Lagers vor der Votivkirche war für Pfarrer Chalupka "überfallsartig" und "sicher nicht hilfreich. Die Kirchen haben keine Wahl, das heißt, die Kirchen können sich nicht aussuchen, ob das Haus Gottes ein Schutzraum für Menschen ist oder nicht. Wir alle sind bemüht, dass die Situation so schnell wie möglich gelöst werden kann", gibt sich Chalupka optimistisch.

 

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