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< Neuer Hinweis: Sanitärhändler Kawadri wurde von Botschaften als Anwalt empfohlen
22.07.2012 10:24 Alter: 5 yrs

Presseartikel in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Im TheNational ist ein sehr ordentlich recherchierter Artikel von Martin Croucher erschienen. In diesem Artikel werden die Voränge von den Beteiligten als völlig normal bezeichnet. Wir haben den Artikel mit Kommentaren versehen.


 

TheNational vom 10.Juli.2012

  • Konsul Dedic war schon 5 Jahre in den VAE, daher ist es normal dass er zurück nach Wien kommt - das ist reine Routine
  • Es konnte kein Fehlverhalten festgestellt werden, die Staatsanwaltschaft untersucht aber noch weitere Vorgänge
    Ob es in Ordnung ist, dass ein Sanitärhändler als Rechtsbeistand empfohlen wird ist noch festzustellen. Weiters wurden in den parlamentarischen Anfragen von Dr. Hübner Geschädigte genannt.

  • Es gab einige Unregelmäßigkeiten, bei internen Untersuchungen konnte aber kein Fehlverhalten von Mitarbeitern der Botschaft festgestellt werden.
  • Kawadri sei kein registrierter Anwalt und könne daher keine Klienten vor Gericht vertreten. Allerdings gibt es die Möglichkeit das Kawadri mit speziellen Authorisierungen von zugelassenen Anwälten Tätigkeiten vor Gericht aufnimmt.
  • Launsky-Tieffenthall (Sprecher des BMEIA) sagt dass der Außenminister davon überzeugt ist, dass jeder einzelne Fall den Kawadri abgearbeitet hat, rechtlich völlig legal war.
    Ob ein als Sanitärhändler tätiger Betriebswirt eine geeignete und vor allem durch die Botschaft empfohlene rechtliche Begleitung darstellt sei dahin gestellt. Es gab vorab einen Mailverkehr mit Mag. Launsky-Tieffenthal.

  • Kawadri bestätigt, dass er etwa 30 Fälle für die österreichische Botschaft bearbeitet hat. Für jeden einzelnen Fall hätte er einen sogenannten "Letter of ENABA", eine Erlaubnis eines zugelassenen Anwalts, erhalten. Kein einziger Österreichischer Staatsbürger sein von Ihm geschädigt worden. Er würde gerne Namen von Geschädigten wissen. Er würde dann Anzeige gegen sich selbst erstatten lassen, um dann im Laufe des Verfahrens beweisen zu konnen, dass alles in Ordnung war.
    Herr Kawadri hat nicht verstanden, dass er seine Klienten ob der fehlenden Qualifikation gefährdet, er ist kein zugelassener Jurist - weder Anwalt noch "Legal Consultant". Er bezeichnit sich als "Legal Advisor", dass darf allerdings sogar jeder Sanitärhändler. Klienten hatten den Eindruck es mit einem Anwalt zu tun zu haben, insbesondere durch die Empfehlung der Botschaft. Einen Sanitärhändler hätte vermutlich niemand zur rechtlichen Vertretung beauftragt. Klienten werden zum Teil vor Gericht alleine gelassen. Auch bei den ENABAs soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben. Diesem Vorwurf wird zur Zeit nachgegangen. Es steht im Raum, dass illegalerweise der Briefkopf einer Anwaltskanzlei verwendet worden sein soll.

 


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